Weissmann Verlag
In einhundert beiläufigen Texten, Schnipseln, Gedichten begleitet Christoph Danne die Schwangerschaft seiner Partnerin – seit dem Zeitpunkt, an dem sie erfuhren, dass sie wahrscheinlich ein schwer krankes Kind zur Welt bringen würden. Vieles geriet ins Wanken in diesen Tagen, manches zerbrach. Danne schrieb Abend für Abend, Nacht für Nacht an gegen diese monströse, unbändige Furcht, barfuß in der Dunkelheit, gegen die Schlaflosigkeit, die Ohnmacht und die Gespenster.
SOLO FÜR PHYLLIS ist ein Manifest gegen die Angst, für das Leben. Der Band erfuhr unmittelbar nach Erscheinen breite Resonanz und zahlreiche überragende Besprechungen in Presse und Rundfunk, mittlerweile liegt die zweite Auflage im WEISSMANN VERLAG vor.
Die Musikerin und Komponistin Rike Casper hat sich ein Jahr lang in das Buch von Christoph Danne vertieft und eine Beziehung zu den Protagonisten aufgebaut.
Sie hat die Texte verinnerlicht und eine berührende, melancholische, oft aber auch positive und kraftvolle Musik dazu komponiert und damit eine ganz eigene Interpretation geschaffen.
MANCHMAL OBEN LICHT
Ein interdisziplinäres Projekt.
Individuelle Komposition elektronischer Musik zu preisgekrönter Literatur.
„Hauptsache oben Licht“, sagt der Vater, als die Nachbarin dement wird, und die Mutter nickt. Doch dann zieht die Furcht das Befürchtete nach sich: Geschichten springen aus dem Zeitgefüge, Bruchstücke blitzen plötzlich auf und rücken einem auf den Leib. Dinge sind nicht mehr an ihrem Platz oder werden funktionslos. In verknappter, lyrischer Prosa erzählt Monika Littau von Alter, Demenz und Tod, von Gefühlen, die umso stärker werden, je mehr die Vernunft einschläft, und die verletzen und verzweifeln lassen, aber auch heilen können.
Ich habe mich von dieser bewegenden Geschichte inspirieren lassen, die das Thema Demenz in unserer alternden Gesellschaft aufgreift.
Aus Erfahrung der vergangenen Jahre weiß ich, wie sehr Musik Texte unterstützen kann und neue, intensive Zugänge schafft – auch zu schwierigen Themen und zu Menschen, die sich mit der Thematik noch nicht oder nur ungern beschäftigen.
Daher entstand die Idee, dieses Buch zu vertonen. Dieses Projekt ist mehr als Kunst – es ist ein Beitrag zur Sensibilisierung für die Herausforderungen von Demenz und ein Mittel, das Verständnis für Betroffene zu fördern. .